Sprühfarbe und Acryl auf Leinwand ca. 20x45cm
Ich wollte hier keine realistische Darstellung schaffen, sondern eine Form, die sich an der Grenze zur Abstraktion bewegt. Die Büste einer Frau – oder besser gesagt, die Idee einer Büste – taucht auf und scheint sich gleichzeitig aufzulösen. Es ist ein Moment des Übergangs, der nicht klar definiert ist.

Die Figur bleibt bewusst unfertig. Kein Gesicht, keine klare Identität, nur eine Silhouette, die sich aus Farbe und Struktur formt. Ich finde es spannend, wie etwas Menschliches trotz dieser Reduktion noch erkennbar bleibt – oder vielleicht gerade deshalb.

Besonders faszinierend finde ich das Spiel zwischen Präsenz und Vergänglichkeit. Die Formen scheinen sich in die Umgebung einzufügen und gleichzeitig aus ihr herauszutreten. Es bleibt offen, ob die Figur gerade entsteht oder bereits dabei ist, sich aufzulösen. Dieses Spannungsfeld interessiert mich – die fragile Balance zwischen dem Greifbaren und dem Verschwinden.