Also, mein Atelier ist ein kleiner Raum unter einer Dachschräge.
Wenn du reinkommst, fällt dir sofort das Chaos auf. Überall hängen angefangene Bilder an den Wänden, von Portraits über Landschaften bis hin zu wilden Farbschmierereien.
Leinwände, Holztafeln und Staffeleien stehen kreuz und quer im Raum verteilt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Materialien ein Eigenleben führen und sich immer wieder neu anordnen, wenn ich den Raum verlasse. Ich habe Werkzeuge wie Pinsel und Spachtel an den Wänden hängen, aber ehrlich gesagt liegen sie meistens einfach wahllos herum.
Trotzdem weiß ich immer, wo ich was finde. Es ist so eine Art kreatives Chaos, das irgendwie funktioniert. Die beiden Fenster im Raum lassen das Tageslicht herein und erzeugen Schatten, die auf den Werken auf den Staffeleien und den Wänden spielen. Manchmal muss ich einfach stehen bleiben und mir meine Werke anschauen, wie sie sich im Licht verändern. Es ist ein erhabenes Gefühl.
Ich arbeite immer an mehreren Werken gleichzeitig. Hier stehen zwei Staffeleien mit Holztafeln, an denen jeweils mehrere Blätter befestigt sind, an denen ich mehr oder weniger gleichzeitig arbeite. An den größeren Wänden habe ich Holztafeln angebracht, in die jeweils Befestigungen für Leinwände angebracht sind. Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr Ideen habe, als ich umsetzen kann, deshalb muss ich ständig an neuen Werken arbeiten.




Das Atelier ist nicht aufgeräumt und ordentlich wie man es von einem Arbeitsplatz erwarten würde. Aber es ist ein Raum, der meiner künstlerischen Natur entspricht und mir die Freiheit gibt, mich voll und ganz auf meine Arbeit zu konzentrieren, ohne mich um Ordnung und Sauberkeit zu kümmern. Es ist mein kreativer Rückzugsort, an dem ich mich voll entfalten kann.
Im Atelier riecht es intensiv nach Farbe und Lösemittel. Einige meiner Kunstwerke sind noch frisch und die Farbe ist noch nicht vollständig getrocknet. Das vermischt sich mit dem Geruch von Verdünnungsmittel, die ich benutze, um die Farben zu verdünnen oder zu mischen.
Es ist ein etwas unangenehmer Geruch, aber ich habe mich daran gewöhnt und empfinde ihn sogar als inspirierend. Wenn ich den Raum betrete und diesen Duft einatme, weiß ich sofort, dass ich mich in meinem kreativen Reich befinde. Ich liebe es, wie die Düfte in der Luft hängen und mich umgeben, als ob sie mich in meiner künstlerischen Welt einschließen würden.
